Schuhe weiten: Tipps & Tricks gegen drückende Schuhe

Drückende Schuhe? Das muss nicht sein

Eben noch sahen die neuen Schuhe im Schaufenster angenehm und tragbar aus, doch bereits nach wenigen tatsächlichen Schritten, schmerzen die Füße. Hier muss nicht immer zwingend Abstand von den neu erworbenen Schuhen genommen werden. Mit einigen Tricks, lassen sich enge oder neue Schuhe optimal weiten. Das Weiten von Schuhen ist insbesondere bei Modellen erforderlich, die zwar die passende Größe besitzen, jedoch aus einem starren Material gefertigt sind. Nicht jedes Material lässt sich gleichermaßen einfachen dehnen. Mit Leder funktioniert die Hilfe gegen unbequeme, starre Schuhe am besten.

Mehr Elastizität durch Alkohol oder heißes Wasser

Aus Leder gefertigte Schuhe besitzen, neu gekauft, eine hohe Festigkeit. Das starre Material schmerzt bei den ersten Schritten, Blasen entstehen und der Gang in den neuen Schuhen fällt schwer. Mit der Zeit gibt die Starrheit des Leders nach und passt sich sogar den Gewohnheiten des Trägers an. Wer nicht viele Wochen bis Monate auf dieses Ergebnis warten möchte, greift zu Alkohol. Hochprozentiger Alkohol wird auf das Leder aufgetragen. Dadurch gibt die Spannung nach und der Träger kann sich über einen elastischeren Schuh freuen. Auch mit heißem Wasser lässt sich diese Wirkung erzielen. Wichtig hierbei ist es allerdings darauf zu achten, dass es sich um hochwertige Schuhe handelt, die aus natürlichen Materialien wie Leder oder Wildleder bestehen. Schlecht verarbeitete oder gar gefärbte Kunststoffe sollten hingegen nicht mit hochprozentigem Alkohol in Kontakt kommen, da sich diese im schlimmsten Falle auflösen können.

Mit Wärme gegen drückende Schuhe

Generell gilt, dass Wärme einen guten Schuh dehnbarer macht und die Form sich langsam dem Fuß anpassen wird. Mit einem warmen Gegenstand im Inneren des Schuhs, lässt sich dieser Prozess beschleunigen. Hierfür empfiehlt sich leicht erwärmtes Essbesteck, mit dem die Innenseite des Schuhs eingerieben wird. Auch das Föhnen des Materials führt zur Entspannung. Es gilt darauf zu achten, das Material keiner zu großen Hitze auszusetzen. Etwas wärmer als Körpertemperatur reicht völlig aus, um starre Materialien flexibler werden zu lassen. Es sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass es sich um hochwertige Materialien handelt, die verarbeitet wurden. Andernfalls kann die Hitze Farben oder Zusatzstoffe diffundieren lassen, die belastend auf die Gesundheit wirken.

Natürliche Essigbehandlung formt das Material

Mit Alkohol wird dem Schuh sofort zu Leibe gerückt. Besonders teure Schuhe benötigen jedoch eine sensible Behandlung. Natürliche Haushaltsmittel, wie Essig, sorgen ebenfalls für eine Entspannung von starrem Leder. Etwas Essig auf die entsprechende Stelle getröpfelt, nimmt dem Schuh die Steifheit. Jetzt kann das Leder sich besser dem Träger anpassen und das Engegefühl verschwindet.

Moderne Gelkissen für einen bequemen Gang

Wenn der Schuh auf der Unterseite drückt, dann lässt sich das Material nur schwer dehnen. Einlegesohlen sorgen für Abhilfe. Moderne Gelkissen im Schuh unterstützen den Gang und verhindern das Entstehen von Blasen an der Fußunterseite. Sohlen oder Gelkissen lassen sich in vielen Schuhen, unabhängig ihres Materials, einsetzen. Empfohlen werden die Einlegesohlen und Gelkissen für Personen, die lange Zeit in den Schuhen stehen oder laufen müssen.

Der Kartoffel-Trick

Leider eignet sich der Kartoffel-Trick nur für Echtleder-Schuhe oder Leder-Stiefel. Dafür kann die Kartoffel für eine überzeugende Materialentspannung sorgen. Aufgeschnitten und in Zeitungspapier gewickelt, wird die Kartoffel in den Schuh gelegt. Die nasse Kartoffel entspannt das Leder und macht es weicher und dehnbarer. Personen die bislang über drückende Stellen klagten, sollten diesen Trick einmal anwenden. Die Kartoffel im Zeitpapier verbleibt über Nacht im Schuh. Die aufgeschnittene Fläche sollte dabei unbedingt an die entsprechende, harte und drückende Stelle gelegt werden.

Der letzte Tipp, wenn alles nichts mehr hilft

Wenn alle Tipps und Tricks gegen drückende Schuhe nicht geholfen haben, bleibt nur noch der Wechsel. Manchmal lässt sich mit Geduld das Material dennoch aufweichen und dem Träger anpassen. Vor allem bei teuren Schuhen, sollte die Hoffnung nicht zu schnell aufgegeben werden. Als letzter Schritt kann das manuelle Dehnen per Hand eingesetzt werden. Hierbei wird der Schuh von Innen gedehnt und die Nähte werden etwas gelockert, damit der Fuß mehr Platz erhält.