Kartoffeln lagern: So halten Sie lange frisch ohne zu keimen

Ein kurzer Blick auf die, vor kurzem gekauften Kartoffeln, verrät: Sie sind nicht mehr zu gebrauchen. Damit das nicht mehr vorkommt, haben wir für Sie Tipps zur Lagerung für das wichtige Grundnahrungsmittel.

Haben Sie das gewusst?

280 Tonnen Kartoffeln werden jedes Jahr auf der Welt geerntet. Eine Person verzehrt im Durchschnitt 70 kg jährlich. Durch den hochwertigen Gehalt an Vitamin C, B1 und 2, Magnesium, Kalium und Proteine ist die Kartoffel der optimale Vitamin- und Mineralien Lieferant. Zudem nehmen wir beim Verzehr leicht verdauliche Ballaststoffe und Kohlenhydrate zu uns.

Was passiert bei falscher Lagerung der Kartoffel?

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. Wie alle dieser Gattung angehörigen Gewächse bildet auch die Kartoffel bei falscher Lagerung Giftstoffe. Vor allem Schimmel auf der Oberfläche und Triebe sind gesundheitsschädlich.

Wie lagere ich Kartoffeln richtig?

Mit den folgenden Tipps können Sie Kartoffeln viele Monate aufbewahren.

  • Dunkel bei einer Temperatur von 4-8 Grad muss der Raum sein. Denn durch Licht und Wärme beginnen die Kartoffeln schon bald zu keimen. Vor Lichteinfall können Sie die Kartoffeln auch mit einem Leinensack schützen.
  • Bewährt als optimaler Behälter hat sich die Holzkiste. Dadurch kann die Luft zirkulieren und sich kein Stau von Feuchte bilden. Somit dämmen Sie die Gefahr vor Schimmel auf Kartoffeln ein. Die Unterseite schützen Sie, indem Sie die Kiste mit Zeitungspapier auslegen. Diese saugt Nässe auf. Eine Alternative wäre Küchenpapier.
  • Während Sie die Kartoffeln in die Kiste füllen, prüfen Sie diese auf Druckstellen, Keimstellen und die Schale. Sortieren Sie diese gleich aus! Denn Fäulnis breitet sich schnell auf die anderen Knollen aus. Daher können nur unbeschadete Kartoffeln über mehrere Monate gelagert werden. Leicht beschädigte Kartoffeln sollten Sie am besten gleich verarbeiten.
  • Während einer längerfristigen Lagerung sollten Sie die Knollen regelmäßig überprüfen. Durch das Umschichten sorgen Sie gleichzeitig für ausreichende Belüftung.
  • Ethylen ist ein Gas, das Kartoffeln besonders schnell verderben lässt. Dieses Gas verströmen vor allem Äpfel, aber auch andere Früchte wie Bananen und Pflaumen. Daher sollten Sie Obst nicht in der Nähe lagern.

Wäre das Einfrieren der Kartoffeln nicht viel einfacher?

Rohe Kartoffeln können nicht eingefroren werden. Die Zellstruktur wird durch den Frost zerstört und aufgetaut wird eine matschige, glasige Kartoffel, die zudem nicht mehr verzehrbar ist. Die Stärke, die in Kartoffeln enthalten ist, wandelt sich beim Einfrieren in Zucker um.
Gekochte Kartoffeln, egal in welcher Form, können eingefroren werden. So können leicht beschädigte Kartoffeln gleich verarbeitet und später verzehrt werden.

Woher kommen die grünen Stellen?

Grüne Stellen entstehen, wenn die Kartoffeln zu hell gelagert werden, also durch den Lichteinfall. Diese Knollen sollten Sie auf jeden Fall aussortieren. Denn durch den Lichteinfall können sich bereits Giftstoffe entwickelt haben. Besonders für immunschwache Menschen oder Kinder kann sich die Menge dieses Giftes schädlich auswirken. Magenschmerzen und Durchfall sind Symptome. Aber auch grippeähnliche Zustände kann dieser Giftstoff auslösen.

Kann ich die Kartoffeln vor der Lagerung schon schälen?

Nach dem Schälen werden die Kartoffeln rasch braun. Daher sollten Sie gleich in Wasser gelegt werden. Drei bis vier Tage können sie so im Kühlschrank zugedeckt gelagert werden. Für die längere Lagerung von geschälten Kartoffeln ist das Einkochen empfehlenswert.