Friedrich Schiller – Biografie, Infos & Fakten

Friedrich Schiller wurde nur 45 Jahre alt, gilt aber als einflussreichster Dramatiker, Essayist und Lyriker unseres Landes. Der Stürmer und Dränger ist aus Deutschlands unserem kulturellem Erbe nicht wegzudenken. Seine Werke wie „Die Räuber“ oder „Wilhelm Tell“ werden bis heute weltweit aufgeführt.

Seine Kindheit und Ausbildung

Johhann Christoph Friedrich Schiller wird am 10. November 1759 in Marbach geboren. Sein Vater war der Arzt Johann Caspar Schiller. Nach dem Besuch der Ludwigsburger Lateinschule erhielt er von Herzog Karl Eugen die Weisung für ein Jurastudium, welches er von 1773 bis 1775 durchführte. Im Anschluss studierte er an einer Militärakademie bei Stuttgart Medizin. Die Werke von Lessing, Shakespeare und zahlreicher anderer Dichter und Philosophen begleiteten ihn schon während seiner Ausbildungszeit.

Seine Sturm- und Drangzeit

Zur Zeit der Aufklärung beginnt Schiller 1777 das Werk „Die Räuber“ und nimmt damit eine wichtige Rolle des Sturm und Drangs ein. 1780 erfolgt in Stuttgart seine Ernennung zum Regimentsarzt durch Karl Eugen. Er erhält aufgrund unerlaubten Verlassens von Stuttgart zwei Wochen Schreibverbot sowie Arrest und taucht daraufhin unter. Ende 1782 erhält er von der Schriftstellerin Henriette von Wolgezogen, die ihn aufnahm, einen Gutshof in Bauerbach/Thüringen. Dort schreibt er das Drama „Kabale und Liebe“, welches er 1783 fertig stellte. Mit der Aufführung des Werkes im Jahr 1784 kommt der Erfolg und infolge dessen wird Schiller Mitglied der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft. Seine derzeitige Anstellung am Mannheimer Theater wurde nach einem Jahr nicht verlängert und Schiller geriet in finanzielle Schwierigkeiten. 1785 wird er von seinem späteren Freund und Verehrer Christian Gottfried Körner aufgenommen. Zwischen 1785 und 1787 lebt Schiller meist in Leipzig oder Dresden, bevor er im Juli 1987 nach Weimar übersiedelt.

Seine Klassikerzeit

Bis Mai 1788 bleibt Schiller in Weimar. Dort lernt er Johann Gottfried von Herder und Christoph Martin Wieland kennen und wird Mitarbeiter von Wielands Zeitschrift „Der Teutsche Merkur“. Im Winter 1788 lernt Schiller in Süddeutschland Charlotte von Lengefeld kennen. Die beiden heiraten am 22. Februar 1790. Im selben Jahr tritt Johann Wolfgang von Goethe in sein Leben. 1789 erfolgt Schillers Berufung zum zum Professor für Geschichte an die Universität zu Jena. Während seiner Zeit in Jena beschäftigt sich Schiller vor allem mit den Werken des Literaten Immanuel Kant, dessen Philosophie Schiller in dieser Zeit der Klassik maßgeblich beeinflusste. Im Jahr 1790 darauf erkrankt Friedrich Schiller an einer schweren Lungenentzündung, von der er sich nie mehr richtig erholt. 1792 wird Schiller für das Drama „Die Räuber“ zum französischen Ehrenbürger ernannt. Kurz danach erleidet er einen Rückfall seiner Krankheit, aufgrund dessen er seine Lehrtätigkeit in Jena bis 1793 aussetzen muss. Im Jahr 1793 wird Schillers Sohn Carl geboren und er gründet die literarische Zeitschrift „Die Horen“.

Seine Zeit mit Goethe

Es kommt zur Annäherung zwischen Schiller und Goethe, als Schiller ihn für eine Mitarbeit seiner Zeitschrift „Die Horen“ begeistern kann. Es entwickelt sich nach und nach eine tiefe Freundschaft. Im berühmten Balladenjahr 1797 schreibt Schiller zahlreiche Balladen, die von Goethe maßgeblich beeinflusst sind. Die Werke von Schiller und Goethe prägen die Weimarer Klassik maßgeblich und orientieren sich an der Antike und Renaissance. 1799 wird Schillers Wallenstein-Triologie nach Fertigstellung uraufgeführt. Im Dezember 1799 zieht er mit seiner Familie nach Weimar, wo er als Mitarbeiter des Weimarer Theaters eine Anstellung erhält. In kurzer Zeit entstehen die Theaterstücke „Maria Stuart“ (1800), „Die Jungfrau von Orleans“ (1801), „Die Braut von Messina“ (1803) und „Wilhelm Tell“ (1804). 1802 wird er geadelt und nennt sich von da ab Friedrich von Schiller. Am 9. Mai 1805 stirbt Schiller an einem schweren Rückfall seiner Lungenkrankheit. Sein Drama „Demetrius“ kann nicht mehr fertiggestellt werden. 1827 wird der Sarg Friedrich von Schiller in die Weimarer Fürstengruft überführt, in der man auch Goethe später beisetzt.

 

 

 

 

 

 

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